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Windpark Wadgassen/Überherrn abgelehnt – Der Uhu hat entschieden!

Mit Bescheid vom 19.12.2017 wurden die beiden Anträge zur Errichtung eines Windparks in Wadgassen und Überherrn abgelehnt!

Brütender Uhu bedeutet Windpark-Aus

Kein Windpark - Der Uhu hat entschieden

Aus für den Windpark Überherrn

So lauteten vor den Weihnachtsfeiertagen die Schlagzeilen bei Saarbrücker Zeitung, SR und Wochenspiegel. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür jedoch noch nicht. Heute nun, am 27.12.2017 erfolgte auf der Webseite des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) die amtliche Bekanntmachung.

Schutz einer bedrohten Art geht vor wirtschaftlichen Interessen!

Es ist nun offiziell bestätigt, was der SPD-Landtagsabgeordnete Hans Peter Kurtz in der vergangenen Woche in einer Pressemitteilung bekannt gemacht hat:

„Wesentlicher Ablehnungsgrund sei ein aus Sicht des LUA vorhandenes erhöhtes Tötungsrisiko für den in der Nähe brütenden Uhu. Auf der Suche nach Nahrung in seinen Jagdgebieten überfliege er auch den Bereich des geplanten Windparks ... Der Uhu gehört in Deutschland zu den besonders und streng geschützten Arten. Nur dort, wo Natur und Artenschutz nicht beeinträchtigt werden, können auch solche Projekte realisiert werden. Das wird bei uns im Saarland vorbildlich umgesetzt."

Aber reicht das?

Natürlich freuen wir uns darüber, dass das Waldgebiet zwischen Wadgassen und Altforweiler nun nicht mehr unmittelbar von Zerstörung bedroht ist.

Im Artikel der Saarbrücker Zeitung vom 20. Dezember sind aber ein paar Statements enthalten, die den aufmerksamen Leser stutzen lassen.

Demnach wäre die Ablehnung einzig der Tatsache zu verdanken, dass die Flugwege der Uhus nicht eindeutig feststellbar waren.

 

 

Wir müssen darauf hinweisen, dass wir keinen EInfluss auf die angezeigten Inhalte fremder Webseiten haben und deshalb gemäss unseres Impressums jegliche Haftung für fremde Webseiten ablehnen.

Alle anderen "handfesten" Gegenargumente, zu denen die Bürgerinitiativen des Saarlandes das Umweltministerium und auch das LUA seit vielen Monaten im intensiven Dialog unterrichten, hätten demnach bei der Entscheidung keine Rolle gespielt. Kein Wort darüber, dass dieser Windpark in "historisch altem Waldbestand" geplant war, der mittlerweile per Gesetz geschützt ist. Kein Wort über die zu erwartenden Veränderungen durch das neue Interimsverfahren zur Prognose von Schall-Immisionswerten. Kein Wort über die generell schlechten Windbedingungen in der Region. Kein Wort über die Unsicherheiten bezüglich Infraschallbelastung der Anwohner.

Dass nun ausgerechnet unser Umweltminister Jost, der die Windräder in saarländischen Wäldern bisher immer stark forciert hat, von seinen Parteifreunden als Artenschützer gelobt wird, darf jeder für sich interpretieren. Wie ernst er es damit meint, wird man in den nächsten Monaten sehen, wenn es um den weiteren Ausbau der Windkraft im Saarland geht.

So ist zu befürchten, dass die Ablehnung der Anträge für Überherrn/Wadgassen künftig als "naturfreundliches Vorzeigepflaster" über die vielen Frevel an anderen Orten im Land geklebt wird. Nach dem Motto "Seht her, wir können auch ablehnen."

Dass dieser Windpark zwar große Opfer gekostet, aber niemals einen sinnvollen Beitrag zur Energiewende geleistet hätte, muss man dann nicht mehr erwähnen.

Wie geht es nun weiter?

Wie unser 2. Vorsitzender Rolf Gabel im Interview mit dem Saarländischen Rundfunk erklärte, werden wir als BI die nächsten Schritte aller beteiligten Parteien abwarten. Das ist zunächst die Reaktion der Firma Nadeva als Antragsteller, des SaarForst-Landesbetriebs als Verpächter der Flächen und der Gemeinden Wadgassen und Überherrn als Herren der Flächennutzungs- und Bebauungspläne.

Unsere Arbeit ist noch nicht beendet!

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Sehen Sie Rolf Gabel im Interview des Saarländischen Rundfunks (Aktueller Bericht  vom 20.12.2017).

Video – Keine Windkraft in unseren Wäldern!

Diesen Aufruf der Deutschen Wildtier Stiftung unterstützen wir gerne!

Jedes Jahr sterben in Deutschland tausende Fledermäuse und Vögel durch Windenergieanlagen. Für manche Arten sind die Folgen sogar bestandsgefährdend. In diesem Kinospot fordert die Deutsche Wildtier Stiftung, keine Windkraft im Lebensraum Wald zuzulassen. 

Ein Klick auf das Symbol mit den vier Ecken (unten rechts) öffnet die Vollbildansicht.

Bericht und Video – Windpark Überherrn/Wadgassen vor dem Aus!

Minister Jost benennt im Landtag 3 Windpark-Vorhaben als "vermutlich" nicht genehmigungsfähig

Gestern Vormittag wurde die Novellierung des Landeswaldgesetz verabschiedet. Beobachter unserer BI berichteten direkt aus der Landtagssitzung:

"Die Anträge sowohl der Linken als auch der AFD, das Gesetz auf kommunalen und privaten Wald zu erweitern, wurden abgelehnt. Minister Jost bezog Stellung zum WIndpark Wadgassen-Überherrn. Die Telemetrierung (der Uhu-Paare) sei nach drei Fangversuchen gescheitert, einem vierten Versuch habe er nicht zugestimmt. Es bestehen seitens des LUA sehr große naturschutzrechtliche Bedenken aufgrund der Gefährdung des Uhus, so dass der Antrag des Investors mit größter Wahrscheinlichkeit abgelehnt wird. Frau Kramp- Karrenbauer hat in einem kurzen Gespräch bekräftigt, dass wir sie jederzeit kontaktieren dürfen, wenn Gesprächsbedarf besteht."

Im Tagesverlauf kamen weitere Bestätigungen über die Medien. Die naturschutzrechtlichen Bedenken des LUA (Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz) und natürlich aller Gegner dieses Vorhabens konnten auch nach monatelanger Wartezeit nicht ausgeräumt werden.

Es freut uns natürlich außerordentlich, dass nun auch Gesetzgeber, Umweltministerium und die Genehmigungsbehörden die Zeichen der Zeit erkannt haben und unsere Bedenken endlich ernstnehmen.

Andererseits hat die Begründung den faden Beigeschmack, dass nur von den Belangen des Natur- und Artenschutzes gesprochen wurde und nicht von den Belangen der Bürger, die durch solche Anlagen massiv beeinträchtigt werden.

Aber Achtung!
Alle heute gehörten Absichtserklärungen sind noch kein gültiger Ablehnungsbescheid gegen einen Windpark. Eine Ablehnung ist nur wesentlich wahrscheinlicher geworden. Wir beobachten nun sehr genau, welche Schritte nun als nächstes unternommen oder auch nicht unternommen werden.

Und wir erinnern daran, dass in Wadgassen das Verfahren zur Verabschiedung eines Flächennutzungsplans mit Ausweisung einer Konzentrationszone für Windkraftanlagen läuft. Ein Verfahren, das der Kommune quasi durch die Hintertür aufgezwungen wurde, das niemand wirklich wollte und das jetzt vermutlich niemand mehr braucht.

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Sehen Sie ab Minute 13:44 den Nachrichtenbeitrag im Aktuellen Bericht des Saarländischen Rundfunks.

Bericht und Video – Brandgefahr bei Windkraftanlagen

Bei der Einschätzung von Risiken beim Bau und Betrieb von Windkraftanlagen nimmt die Brandgefahr eine besondere Stellung ein. Insbesondere wenn solche Anlagen in Waldgebieten errichtet werden, stellt sich die Frage nach der Brandsicherheit und den möglichen Konsequenzen für Mensch und Natur. Brandschutzgutachten sollen es regeln, haben aber nur zu oft den Anschein einer Beruhigungspille.

Die Bürgerinitiative hat in ihrer Reihe "Faktenwissen" ein Positionspapier zusammengestellt, das sich intensiv mit der Thematik "Windkraftanlagen und Brandschutz" befasst. Unserer Ansicht nach, wird dieser Punkt durch den zunehmenden Windkraftausbau - insbesondere im Wald - immer wichtiger und bei Planung und Genehmigung bei weitem nicht ausreichend gewürdigt.

Lesen Sie, was wir dazu an Informationen zusammen getragen haben. Die pdf-Datei können Sie durch Klick auf die kleine Abbildung öffnen und herunterladen.

"Ein Beispiel aus dem wahren Leben"

Brände in Windkraftanlagen sind leider kein statistisch vernachlässigbares Risiko, das zeigt bereits eine einfache Internetrecherche. Im Juni 2016 gab es einen heftigen Vorfall in der Südwestpfalz, kaum 35 km Luftlinie von Saarbrücken entfernt. Dessen Umstände machen deutlich, dass Brände nicht nur bei alten Anlagen vorkommen oder nur dort, wo man es mit der Wartung nicht so genau nimmt.  Je mehr Anlagen es gibt und je länger sie in Betrieb sind, umso mehr Vorfälle wird es geben.

"2016: Millionenschaden bei Brand eines Windrads"

Am 9. Juni 2016 geriet auf der Martinshöhe bei Lamsborn aus ungeklärter Ursache eine Windkraftanlage in einem Windpark der Firma Prokon in Brand. Glücklicherweise kamen bei diesem Ereignis keine Personen zu Schaden.

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Video – Windkraftanlagen bedrohen den Rotmilan. Zu sehen in Terra X „Kielings wilde Welt (Teil 1/2)“

"Die letzten ihrer Art"

Unter diesem Titel berichtet der bekannte Naturfilmer Andreas Kieling in der ZDF-Serie Terra X über die Rotmilane in Deutschland.

Rotmilane zählen zu den am stärksten gefährdeten Arten weltweit. 60 Prozent der Weltpopulation dieses faszinierenden Vogels leben bei uns in Deutschland, doch die schönen Greife benötigen weitaus mehr Raum, als die Betreiber von Windkraftanlagen ihnen zugestehen wollen. In diesem Beitrag unterstützt Kieling Vogelforscher dabei, Rotmilane mit Sendern zu versehen. Durch den Einsatz modernster Technik wird deutlich, dass sich diese Tiere nicht an die ihnen zugestandenen Korridore halten.

Highspeed-Aufnahmen, Zeitraffer, Bilder einer Nestkamera, Nasa-Bilder aus dem Weltraum und Luftaufnahmen lassen den Zuschauer staunen.

 

 

 

Kielings wilde Welt (Teil 1)

Folgen Sie unserem Link in die Mediathek des ZDF (Bild anklicken) und machen Sie sich ab Zeitmarke 34:15 selbst ein Bild über die Situation (Dauer ca. 10 min).
Am besten genießen Sie aber die komplette Sendung mit Tierportraits aus vielen Teilen dieser Welt.